Kastanienhof - Luxusimmobilien für Erdkröte, Ringelnatter und Minikrokodil Als wir vor fast dreizehn Jahren auf den Kastanienhof zogen haben wir nicht wie normale Menschen zuerst mit der Sanierung des großen Bauernhauses begonnen, sondern erst einmal im Garten Hand angelegt. Das Gelände wurde strukturiert, es entstanden Beete für Gemüse, Kräuter und Blumen. Durch die Anlage verschiedener Gartenterrassen und Ebenen. Unmengen von Steinen und Geröll, wahrscheinlich von alten Gebäudefundamenten stammend, wurden dabei zu Tage gefördert.

Damals war meine erste Idee die Fundamente da zu belassen, wo wir sie gefunden hatten. Das hätte zur Folge gehabt, dass unser Kastanienhofgarten etwas chaotisch gewirkt hätte und mehr einem Ausgrabungsfeld in der nubischen Wüste als dem gewünschten Bauerngarten geähnelt hätte.

Nach längeren Überlegungen, in denen die Steine gedanklich mal zu neuen Gebäuden, mal zu einer Art Staudamm für ein Wasserbecken, mehreren Kräuterspiralen oder zu einem Schwimmbecken verarbeitet wurden, beschlossen meine Partner Dirk und ich die neuen entstandenen Gartenebenen mit Trockenmauern einzufassen. Das war schneller gesagt, bzw. geträumt als getan, denn nach genauerem Hinsehen stellten wir fest, dass wir etwa zweihundert Meter Trockenmauer zu basteln hatten.

Wir kamen uns damals vor wie Sklaven in einem Steinbruch, schleppten tagelang, Stein für Stein. Mal rollten wir wie ägyptische Pyramidenbauer große Steine auf Rundhölzern, mal zogen wir unhandliche Steine auf alten Säcken über das Gelände. Aber unsere Trockenmauern wuchsen, wurden mit allerlei Kräutern und Steingartenpflanzen bepflanzt und entwickelten sich im Laufe der Jahre zu wahren Biotopen, die nicht nur schön anzuschauen waren, sondern einer Vielzahl von Lebewesen eine Heimat gaben.

Mittlerweile sind unsere Trockenmauern beliebte Immobilien für Zauneidechsen, Ringelnattern, Erdkröten, Ameisen, Hummeln, allerlei Käfer und nicht zuletzt bei unseren Katzen, die sie als Wärme speichernde Ruheplätze für den Nachmittagsschlaf sehr zu schätzen wissen. Schnurrr!

Trockenmauern im Garten schaffen mikroklimatische Wärmezonenzonen, sind Windschutz und ermöglichen durch ihre Wärme speichernde Funktion die Kultur empfindlicher Pflanzen. In der Nähe von Trockenmauern gedeihen auf dem Kastanienhof in Freilandkultur mediterrane Pflanzen wie Artischocken, ein Feigenbaum, Bitterorangen und Rosmarin.


Selbst der Frühling beginnt im Schutz einer Trockenmauer früher.

Die ersten Blüten der Duftveilchen, die ich in die Mauerritzen gepflanzt habe, öffnen sich auf dem Kastanienhof schon Anfang Februar und nicht zuletzt genieße ich im Schutz der wärmenden Mauer die ersten warmen Sonnenstrahlen zwischen Veilchenduft und schnurrenden Katzen.

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