Neues Zuhause für Rebhuhn und Igel Bülow: Vielleicht ahnend, dass einhundert Jahre später zwei Drittel der Feldhecken in Mecklenburg-Vorpommern verschwunden sein werden, schrieb der mecklenburgische

Neues Zuhause für Rebhuhn und Igel

Bülow: Vielleicht ahnend, dass einhundert Jahre später zwei Drittel der Feldhecken in Mecklenburg-Vorpommern verschwunden sein werden, schrieb der mecklenburgische Historiker und Heimatforscher Hans Beltz schon 1919:

"Reich bestanden mit älteren Bäumen, besonders Eichen, ferner Hasel, Holunder, Heckenrosen, Schwarzdorn und einer reichen Flora, belebt von zahllosen Vögeln, nicht nur Singvögeln, sondern auch Rebhühnern und Fasanen, und kleinem Getier, das Ganze in der Zeit der Sommerblüte ist ein entzückendes Bild fröhlichen Naturerlebens".

Jetzt, einhundert Jahre später ist von dem damals geschilderten "fröhlichen Naturerleben" nur noch ein kümmerlicher Rest von einem Drittel übrig geblieben. Allein von 1960 bis heute sind im Land fast 4000 Kilometer Feldhecke in MV verschwunden.

Aber es gibt sie aber noch, die kleinen Habitate entlang von Feldern und Wiesen. Ich möchte mit meinen Freunden vom Kastanienhof Bülow e.V. das wichtige Thema "Schutz der Feldhecken" in die Köpfe der auf dem Lande lebenden Menschen bringen. So haben sich der Kastanienhof Bülow e.V. in Kooperation mit dem Internationalen Bund Schwerin, dessen Einsatzstelle für eine freiwilliges ökologisches Jahr (FöJ) der Kastanienhof ist, für den Winter 2018/19 ein Feldhecken-Aufforstungsprojekt zum Nachmachen auf die Agenda gesetzt.

Mit der Aufpflanzung einer einhundert Meter langen Feldhecke am Rande des Kastanienhofes wollen wir eine ehemals existierende Hecke ersetzen, einen Lebensraum für heimische Tiere und Wildpflanzen schaffen.

Hierfür haben wir kürzlich Kreuzdorn, Elsbeeren, Salweiden, Weißdorn, Faulbäume, Kornelkirschen, Berberitzen, Felsenbirnen und Wildapfelbäume in einer Spezialgärtnerei gekauft. Weitere Gehölze wie Holunder, Schwarzdorn, Wildrosen und Haselnuss Sträucher konnten wir aus dem Bestand des Kastanienhofes übernehmen. Mir ist klar, dass wir den Schaden, der die Rodung und massive Beschädigung von 4000 Kilometern Feldhecke in den letzten fünfzig Jahren verursacht hat mit der Aufpflanzung einer Hecke von nur einhundert Metern nicht wett machen können. Wir möchten aber durch unsere Aktion ein Bewusstsein für die Wichtigkeit solcher Kleinbiotope schaffen.

Feldhecken sind nicht nur Heimat für viele Pflanzen und Tiere. Sie begünstigen das Kleinklima, verbinden Lebensräume und Biotope, verhindern Bodenerosion, regulieren den Wasserhaushalt, sind ein hervorragender Windschutz und Schutz vor Schneeverwehungen.

Durch unser kleines Feldhecken-Projekt möchten wir zeigen, dass jeder gepflanzte Meter Wildhecke ein Beitrag zum Erhalt unserer Kulturlandschaft, unserer Lebensgrundlage ist.

Für die kommenden Jahre haben wir uns vorgenommen weitere Hecken aufzupflanzen und im Lebensraum Feldhecke bei uns fast verschwundene Arten wie Rebhühner, Fasane und Wachteln wieder anzusiedeln.

Noch vor wenigen Jahren gab es in der Nähe des Kastanienhofes eine kleine Rebhuhnpopulation. Sie ist wahrscheinlich durch die Zerstörug ihres Lebensraumes Feldhecke und den Einsatz von Ackergiften vernichtet worden, obwohl Feldhecken ab fünfzig Metern gemäß §20 des Naturschutzausführungsgesetzes Mecklenburg-Vorpommerns gesetzlich geschützte Biotope sind. Übrigens wird das Anlegen von Feldhecken vom Land Mecklenburg-Vorpommern finanziell unterstützt. Gerne geben wir potentiellen Feldhecken Paten unterstützende Tipps für die Planung, Finanzierung und Anlage einer Feldhecke.

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